Wachstum passiert nicht. Wachstum wird getan.

Wachstum bedeutet Transformation.

Wachstum bedeutet Schaffen neuer Verbindungen.

Wachstum bedeutet neue Strukturen.

Wachstum bedeutet Erobern des Unbekannten.

Wachstum braucht eine Balance des Wachstumsprozesses.

Wachstum ist keine Wette.

Diese Liste kann definitiv erweitert werden.

 

Die Marktorientierung als Katalysator und andere Variablen, die dem Wachstum dienen, werden meist von Startups verstanden, zumindest die Notwendigkeit mit ihnen zu arbeiten muss verstanden werden. Ich denke jedoch, dass ein ganz wichtiger Aspekt sehr oft vernachlässigt wird: persönliches Wachstum und Transformation. Du kannst Dich nicht bis zur Ohnmacht coachen lassen, umfallen und das Eintreten einer Transformation erwarten. Du musst tatsächlich fürs Wachstum arbeiten. Du brauchst erst gar nicht darauf zu warten.

Das Wachstum von Startups, auf das ich mich beziehe, ist kein kurzfristiges, sondern langfristiges und das braucht Dein persönliches Wachstum mit einer fundamentalen Wandlung. Es gibt dafür eine unendliche Liste von Quellen und Ratgebern. Hier kann für mich sprechen und teile meine eigenen Learnings mit euch.

Wachstum muss einen guten Grund haben.

Einer der besten Gründe für Wachstum ist ein Win-Win. Und dabei setzt ein gutes Gefühl ein, wenn Du den nächsten Schritt im persönlichen Wachstum machst. Und dieses Gefühl ähnelt dem „Alice im Wunderland“ Gefühl sehr. Dabei gibt es drei Aspekte, die uns eine Orientierung geben und uns sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.  

Lass los.

Das was Dich davon abhält, den nächsten Schritt zu machen, muss als Erstes losgelassen werden. Es ist kein schmerzfreier Prozess, weil wir oft etwas Wertvolles loslassen müssen, das uns im Leben oft geholfen hat. Es kann die Art, wie ich mit Menschen umgehe, sein, oder wie ich auf Konflikte, Probleme reagiere. Aber Du weißt, dass Du Dich entscheiden hast, Dich auf ein höheres Level zu bringen. Es ist wie mit dem Schreiben. Du kannst nicht den nächsten Satz beginnen, bevor Du den Punkt vom letztes Satz gesetzt hast und einen neuen Satz schreibst. Du musst einen Punkt setzten und Dich auf den nächsten Punkt hinbewegen. Daher ist Wachstum nicht bloß das Ansammeln von Qualitäten und Skills, sondern unbedingt auch das Loslassen vom Alten.

Beweg Dich im Unbekannten vorsichtig.

Das Startup Leben ist schnell, nur nicht in der persönlichen Transformation. Hier gilt „Eile mit Weile“. Wenn der Zeitpunkt kommt, an dem Du merkt, dass Du eine Entscheidung treffen willst, nimm Dir Deine Zeit zum Reflektieren. Wie viel Zeit? Hierbei ist es wichtig bodenständig zu bleiben und keinen Fantasien zu verfallen. Zwei Stunden einer intensiven und fokussierten Reflektion, allein oder mit einem Freund, soll genügen, um an den Punkt zu gelangen, wo Du eine Entscheidung fällst. Es muss klar werden, was als Nächstes ansteht und was zurückgelassen wird. Die Situation wird eine neue sein, obwohl die Umstände beim Alten bleiben. Passe Dich schnell an, erkunde das Terrain und sei bereit für die kommenden Höhen und Tiefen.

Die Ergebnisse werden unmittelbar sichtbar.

Es klingt wie Magie und irgendwie ist es auch. Du wirst die unmittelbaren Folgen Deiner Entscheidung wahrnehmen und es wird sich anders anfühlen. Und es spielt dabei keine Rolle, dass Du es anders wahrnimmst, weil Deine Perspektive sich geändert hat oder weil die Dinge und Menschen um Dich herum sich verändern. Beides geht Hand in Hand. Denk nicht zu viel drüber nach. Sei pragmatisch.

Das nächste Mal also, wenn Du irgendwo stecken bleibst und auf ein Wunder wartest, erinnere Dich daran, dass das Wachstum nicht von alleine passiert, Wachstum wird getan.

Und das aller Wichtigste zuletzt: Denk an all die Menschen, die Dir geholfen und Dich unterstützt haben, bis hierhin zu kommen und spüre die Dankbarkeit für diese Chance zu wachsen!

Warum ich eigene Sprüche kreiere

Keine Frage, dass jeder von uns eine Menge an Erfahrung mit der Welt teilen kann. Daher suchte ich nach einem für den Leser und mich effektiven und effizienten Weg meine Erfahrungen zu teilen. So kam ich auf Sprüche.

Sprüche können inspirieren. Gute Sprüche erzeugen eine spontane Resonanz mit dem Leser, die grundlegend neue Perspektiven, Werte und Richtungen aufdecken können, die vorher unbekannt waren. Das ist der Grund, warum gute Sprüche inspirieren.

Und es geht nicht nur ums Entdecken neuer Perspektiven. Es geht auch um Action. Wenn wir über einen Spruch in einer bestimmten Lebenssituation reflektieren, kann dies unter Umständen die Ausrichtung unseres Lebens fundamental ändern. Die Veränderung kann den Lebensstil, unsere Werte, unsere Beziehung zu anderen und zu uns selbst, oder den Karriereweg betreffen. Es fällt mir auch besonders auf, wie schnell Sprüche in unseren Köpfen auftauchen, wenn wir in Gesprächen etwas für uns besonders Wichtiges beschreiben. Das ist in engeren Sinne, was ich auch als „guten Spruch“ bezeichne. Ein guter Spruch hat einen messbaren und sichtbaren Einfluss auf den Leser.

Gute Sprüche sind oft kontraintuitiv, und oberflächlich gesehen klingen sie nicht rational. Nur wenn wir länger reflektieren, entdecken wir eine Menge an Rationalität und eventuell auch Weisheit darin. Gute Sprüche sind der Ausdruck unserer menschlichen Erfahrung in einer stark komprimierten Form. Je kürzer, desto besser. Je einfacher, umso stärker.

Es gibt zwei Gründe, warum auch Du Deine eigenen Sprüche kreieren solltest.

#1: Es ist ein großartiger Weg Dich selbst auf eine authentische Art und Weise auszurücken. Du drückst Deine Erfahrung und Deine Persönlichkeit in einer komprimierten Form aus. Es ist daher viel einfacher für andere zu begreifen, warum Du Ziele verfolgst und was Dir am Herzen liegt. Das Signal, das auf diese Weise gesendet wird, ist weder zu überhören noch zu übersehen.

#2 Wenn Du Deine eigenen Sprüche postest, kannst Du den Selbstausdruck praktisch erweitern und entwickeln, weil eigene Sprüche so etwas wie Commitments sind. Wenn Du Deinen Prinzipien nicht folgen würdest, werden die Menschen Dir nicht mehr vertrauen. Es ist wichtig eigene Wahrheiten zu haben und eigene „Why“s. Diese zu Posten ist ein Commitment-Test für Dich selbst.

Sicherlich könntest Du auch Sprüche von anderen Menschen posten. Jedoch finde ich, dass sich hinter den Sprüchen anderer zu verstecken, Dich als Person unsichtbar macht. Wenn Du also sichtbarer werden möchtest, sind hier ein paar Prinzipien, denen ich folge, wenn ich eigene Sprüche kreiere:

Don’t overthink. Nicht zu viel nachdenken. Es geht darum Dich und Deine Werte selbst auszudrücken. Daher kommt zuerst der Ausdruck, dann die Reflektion.

Find the Why. Finde das Warum. Wenn Dich ein bestimmter Spruch inspiriert, frag Dich selbst, warum er Dich anspricht und schreib es auf. Spiel mit den Wörtern und Du wirst darin einen tieferen Sinn entdecken, der Dich anspricht und mit Deiner eigenen Erfahrung in Resonanz tritt.

Reframe a quote. Formuliere einen Spruch um. Finde einen Spruch der Dich bewegt, inspiriert und formuliere ihn um. Lass Deine persönliche und einzigartige Erfahrung einfließen.

Spontaneous quote. Ein spontaner Spruch. Wenn ich im Leben durch bestimmte Erfahrungen gehe, dann tauchen Worte und Sprüche spontan auf, die die aktuellen Learnings beschreiben. Ich habe es mir zu einer Gewohnheit gemacht, diese spontanen Ausdrücke aufzuschreiben. Erst im nächsten Moment reflektiere ich und mache die Sprüche einfacher und prägnanter.

Bei Sprüchen geht es um den Ausdruck unserer Selbst, Inspiration und das Teilen des Gelernten aus unserer Erfahrung. Daher: spiel mit den drei Variablen. Du bist einzigartig und es gibt keinen einzigen Grund Dich hinter den Sprüchen anderer zu verstecken.

Startup Architekten, Denkt an diese zwei Prinzipien für Eure Startups!

Praktische Ratschläge sind wertvoll. Praktische Einsichten sind von unschätzbarem Wert. Ratschläge zeigen die Richtung, Einsichten decken Prinzipien auf. In diesem Post teile ich mit euch, was ich über Ratschläge und Prinzipien über das Starten von Startups gelernt habe.

Ein Startup aufzuziehen macht eine Menge Spaß und Arbeit. Und Du solltest, wenn es sich anbietet, immer nach Ratschlägen fragen. Der Vorteil von Ratschlägen ist, dass sie Richtungen aufzeigen: in welchem Marktsegment ich nach einem product-market-fit suchen sollte, mit wem ich über Fundraising sprechen sollte, wem ich das Produkt vorstellen könnte, etc. Die Welt sieht so aus, dass erfahrene Professionals und Entrepreneure sehr gerne ihre wertvolle Erfahrung teilen und gerne Ratschläge geben.

Nun, was passiert, wenn Du eine Menge Ratschläge hast? Du wirst automatisch in viele Richtungen gehen wollen. Und das führt zu zwei Problemen: Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen, und die Execution fällt schwer. Das Ergebnis von zu vielen Richtungen nennen Leute daher Glück. Da ich mich nicht auf Glück verlasse, und ich Arbeit liebe, dachte ich über die mir bekannten Ratschläge und das mir verfügbare Wissen nach, wie man ein Startup grundsätzlich aufbaut. Ich entdeckte ähnliche Muster von erfolgreichen Startups in punkto Leadership, Team, Investment und Strategie, aber auch Widersprüche. Daher suchte ich einen Weg die unterschiedlichen Aspekte in einem Konzept zu verbinden. Daraus sind zwei Prinzipien entstanden. Und im Grunde genommen, beginnt es mit Dir.

Die zwei Prinzipien sind voneinander fundamental verschieden, und ich werde versuchen die in ihrer möglichst reinen Form zu beschreiben. Beide Ansätze machen eine Menge Spaß und der eine Ansatz ist nicht besser als der andere. Beide bieten sich an, um Wert zu schaffen und Lösungen für unsere Probleme zu entwickeln. Sie sind einfach unterschiedlich in ihrer Natur. Es ist vielleicht sogar notwendig beide Prinzipien zu berücksichtigen, um die eigene Motivation zu erforschen, warum ich ein Startup baue oder warum ich bei einem Startup einsteige. Der wichtigste Grund hinter dieser Übung ist, dass die beiden Prinzipien die Architektur des Startups bestimmen.

Den einen Ansatz nenne ich Startup Assembling (etwa „Startup zusammenbauen“). Dabei sind der Zweck und das Bild der Zukunft klar vorhanden. Das Problem, das Du lösen willst, ist identifiziert, und die Chance der Lösung von diesem Problem lässt sich quantifizieren. Die wichtigste Charakteristik hierbei ist damit Klarheit. Das Gute an diesem Ansatz ist, dass aufgrund der Klarheit der Wertschöpfung der Weg vom Startup zum Unternehmen sich „reverse engineeren“ lässt. Die einzelnen Bestandteile des Big Picture lassen sich identifizieren, und daher kann sich Startup-Prozess wie von einem Ingenieur zusammengebaut werden. Die Schlüsselressourcen hierbei sind Skills und Erfahrung.

Den anderen Ansatz nenne ich Startup Envisioning (etwa „Startup vorstellen“). In diesem Fall ist die Vision vom Startup schwammig, ABER die Richtung ist klar. Die Richtung wird von (persönlichen) Werten, von Prinzipien, gar von der Notwendigkeit im Markt geleitet. Dabei entstehen sehr viele Experimente. Die Folgen der Experimente können jedoch nicht vorhergesagt und die Ergebnisse nicht „engineered“ werden. Und es sind diese Ergebnisse und Lerneffekte, die die Evolution des Startups überhaupt ermöglichen, nicht das bestehende Wissen. Es ist wahrscheinlich die Reise des Entrepreneurs mit der höchsten Unsicherheit. Die Schlüsselressource hier ist Passion. Und Passion kann nicht im Sinne des Reverse Engineering entstehen; zumindest ist es meine persönliche Überzeugung.

Mir ist klar, dass es High-Level-Prinzipien sind und dies ist mein Versuch die Perspektiven in Worte zu fassen. Nehmt es eher als eine Übung an, um euch selbst nach dem Warum zu fragen und um das Wie anzupacken.

Zum Schluss noch eine Übersicht der Features beider Prinzipien, Startup Assembling und Startup Envisioning, die ich soweit zugeordnet habe.

Startup Assembling

Startup Envisioning

Klares Bild der zukünftigen Wertschöpfung Schwammig, aber die Richtung deutlich
Reverse Engineering Passion-driven
Quantifizierbare Chance Chancen entstehen durchs Experimentieren
Komponente werden zusammengebaut Komponenten entstehen Schritt für Schritt
Anfängliches Vertrauen/“Es macht Sinn.“  Anfängliches Misstrauen

Grenzen sind bloß Meinungen.

Das Startup Leben ist hart. Die letzten Monate waren sehr hart für mich. Primär nicht aufgrund des Startups selbst. Das Schwierige daran sind die vielen unsicheren und unbekannten Variablen. Um das Leben für meine Familie sicher zu machen, haben ich viel gearbeitet und in der sog. freien Zeit habe ich am Fundraising, am Abschluss wissenschaftlicher Projekte und am Erstellen von Präsentation gearbeitet. Die Stunden habe ich nicht gezählt, weil die Dinge einfach klappen mussten. Und die taten es.

Was mir in letzter Zeit Kopfzerbrechen bereitet hat, ist die nicht endende Regeneration, der Mangel an Energie. Ich hatte Schwierigkeiten die Energie zu finden, um die Geschwindigkeit mit der ich arbeite aufrechtzuerhalten, weil ich gerne schnell arbeite. Ich hatte Schwierigkeiten die Flexibilität im Denken, in der Arbeit selbst und im Wechsel der Aufmerksamkeit von einer Aktivität auf die andere effektiv zu gestalten.

Über die möglichen Gründe und Erklärungen habe ich viel reflektiert. Und selbstverständlich habe ich welche gefunden. Aber sie änderten meinen Zustand nicht, ich welchem ich mich befand. Am 16. Januar hatte ich die Suche nach den Gründen satt. Ich tat einfach, was sich richtig anfühlte. Ich meditierte eine Weile, sammelte die Gedanken, und zu meiner Überraschung, ging es mir nicht besser. Im Gegenteil, ich fühlte mich noch schwächer.

Und wieder begann ich zu überlegen „Warum ist es so schwierig die Balance zu finden?“ Dann plötzlich erkannte ich, dass diese Frage, dieser Gedanke mich davon abhält etwas zu tun, es schwächt mich. Ohne zu zögern packte ich meine Sachen und ging zum Training. Und ratet mal was passiert ist? Nachdem ich die geistigen Limitationen und die körperliche Trägheit überwunden habe, fühlte ich neue Energie und Power.

So fand ich die Wahrheit über Grenzen und Limitationen. Es sind bloß Meinungen. Also, das nächste Mal, wenn ihr über Hindernisse oder über Schwierigkeiten nachdenkt, seht es bloß als eine Meinung an. Meinungen können sich schnell ändern.

Was ist Deine Begeisterung?

In dem Moment, wo die Begeisterung ins Spiel kommt, sei Dir sicher, dass Klarheit auf dem Weg ist. Daher wird diese Post kurz sein. Für all die Erfahrungen, die zu diesem Post geführt haben, bin ich unendlich dankbar und happy dies mit Dir zu teilen.

Nun, nimm einen tiefen Atemzug…und lies folgende Zeilen mit Begeisterung. <3

Begeisterung kennt keine Angst. Wenn Du Angst vor dem Scheitern hast, dann fehlt Begeisterung.

Begeisterung entfacht Action. Begeisterung definiert Scheitern anders: Nicht handeln ist Scheitern.

Begeisterung managt Komplexität. Wenn die Dinge Dich überwältigen, hör auf die Stimme der Begeisterung. Das Rauschen wird verschwinden und die Situation wird klar.

Begeisterung erzeugt Mehrwert. Begeisterung existiert, um Dinge besser zu machen.

Begeisterung ist immer einzigartig. Es gibt keine allgemeine Methode, wie man seine eigene Begeisterung für etwas entdeckt. Es ist stets der eigene Weg, den man geht und der nie aufhört.

Mich interessiert Deine persönliche Reise zur Begeisterung. Wo stehst Du gerade? DM mich auf IG oder FB.

Danke fürs Lesen!

Der Tag an dem ich mein Notebook vergaß

Im Laufe des letzten Jahres habe einen sehr produktiven Habit entwickelt. Ich pendele jeden Tag und verbringe etwa zwei Stunden im Zug: eine Stunde am Morgen und eine Stunde am Abend. Diese Zeit nutze ich sehr effizient, weil die Zeit begrenzt und definiert ist, Ablenkungen sehr begrenzt sind und es gibt keine stabile Internetverbindung. Also, wenn ich mich auf den Sitz setze, geht es um Fokus, Fokus, Fokus.

Die Arbeit im Zug wurde zu einem ziemlich starken Habit, jedoch wie stark es ist, habe ich erst erfahren als ich mein Notebook im Büro vergessen habe.

Ich saß also an dem Abend in einem leeren Zug ohne den Laptop und entschied mich aufzuschreiben, was so in meinem Kopf vorgeht. Ich schrieb auf und reflektierte eine Weile über die entstandene Liste. Plötzlich, wie vom Blitz getroffen, sah ich ein, dass alle Punkte und Ziele, die ich aufgeschrieben habe, sich nur ums Business drehten. Ich meine wirklich alles! Ich war überrascht, denn ich verbringe sehr gerne die Zeit mit meiner Familie. Warum war meine Liste so fokussiert?

Dann erinnerte ich mich, was ich über Habits wusste. Sie sind sehr stark mit der Umgebung verknüpft. Kein Wunder, dass in der Umgebung der „Spitzenleistung“ meine Gedanken sich ums Business kreisten. Nun, war ich erleichtert.

Am nächsten Tag stieß ich zufällig auf den Micro Vlog für Startups von Karl Quint. Er sprach über Work Life Balance in Startups und wie wichtig mentale und physische Gesundheit für den Erfolg ist. Also, dachte ich erneut darüber nach, was mit mir am Tag davor passierte. Es ist ja tatsächlich so, dass es im Startup Leben keine Work Life Balance gibt und ich finde, dass es genau das Richtige für ein Startup ist. Jedoch ist mir klargeworden, wie wichtig es ist, die Kontrolle über seine Habits nicht zu verlieren.

Ein Beispiel. Wenn Du anfängst zuhause zu arbeiten, seien es Kleinigkeiten, wie E-Mails schreiben, Du wirst einen Habit entwickeln. Das ist an sich gar nicht schlecht. Nur wenn Du irgendwann nach Hause kommst, Entspannung erwartest und es nicht funktioniert, kann es der Habit sein, der das ganze blockiert.

Entwickelte und eingespielte Habits machen unser Leben einfacher und effizienter. Erinnere Dich immer wieder daran, dass es Du bist, der die Habits schafft und entwickelt. Also, behalte auch die Kontrolle darüber!

Starting-up in Life Sciences

Zeitgeist, Komplexität und Verticals

Business ist hart. Ein Startup aufzubauen ist härter. Ein Startup in Life Sciences ist…nun ja…sehr hart. Warum? Es gibt einige Aspekte, die einem Life Science Startup große Herausforderungen bereiten. In diesem Post beschreibe ich das klassische Szenario eines Spin-offs und teile mit Dir meine Erfahrungen.

Nur will ich Dich nicht mit den typischen Baustellen wie IP-Schutz, Geschäftsmodell, Zielmarkt, Wettbewerb, etc. langweilen. Lieber teile ich mich mit Dir meine Erfahrungen, über die die Mainstream-Quellen nicht schreiben. Das war einer der Gründe, warum ich einige Aspekte unterschätzt habe.

Der Zeitgeist

Ich starte mit etwas Nervigem. Der Tech-Hype hat uns alle erwischt. Fast jeder ist davon überzeugt, dass Realität simuliert und digitalisiert werden kann. Jedoch ist ein Life Science Startup nicht zwingend ein Digital Startup, obwohl Daten neben dem Experiment eine zentrale Rolle spielen.

Wenn Du also kein Digital Startup bist, bereite Dich als solcher wahrgenommen zu werden. Bereite Deinen Pitch so vor, dass die Menschen von Anfang nicht den Interpretationsraum bekommen, Dich als digitales Startup wahrzunehmen. Und da alle Experimente auch Daten erzeugen, pass gut darauf auf in welchem Kontext die Wörter „Daten“, „IT“ und „Automatisierung“ fallen. Es kann auch sexy sein, die Idee im digitalen Kontext zu verkaufen. Es hängt jedoch von Dir ab, wie Du die Buzz-Words mit Tatsachen in Übereinstimmung bringst.

Die Komplexität

Die Technologie in den Life Sciences beflügelt einen persönlich zu einer Vielfalt von Anwendungen. Ich weiß, wie verführerisch es sein kann, über das Potential seiner Ideen und Technologie auszuholen. Applikationen von und mit Proteinen eröffnet scheinbar unendliche Möglichkeiten in der Anwendung. Aber keiner wird es Dir abnehmen, solange Du nicht zeigt, dass die Anwendungen tatsächlich unendlich sind. Daher fokussiere Dich auf das Essentielle und auf Deine Stärken!

In unseren ersten Gesprächen wurde uns ein Rat gegeben, der immer noch nachhallt: „Es hört sich so an, als hättet ist eine großartige Idee und Technologie. Und nun stellt euch vor, dass euer Konzept alle zehn Finger darstellt. Der nächste Schritt wird sein, neun Finger abzuschneiden.“

Komplexe Probleme werden nicht durch noch komplexere Lösungen gelöst. Sie werden durch einfache Lösungen gelöst.

Die Verticals

In der Auswahl des Zielmarktes sollte man sich das wirkliche Potential vor Augen halten. Die Präsentation der Idee, des Produktes oder des Service vor dem Zielpublikum ist ein Muss. Du wirst sehr wahrscheinlich einsehen (müssen), dass ihr nicht die einzigen seid, die Lösungen auf dem Markt anbieten, daher muss die Value Proposition, Einzigartigkeit, Positionierung und Zuverlässigkeit klar formuliert und kommuniziert. Besser ist es, wenn das Konzept steht bevor Du mit den Experten sprichst.

Aber was ist mit benachbarten Verticals? Ich fand es außerordentlich lohnend mit Professionals aus den benachbarten Verticals und Business Development Beratern auszutauschen, um das Potential außerhalb des Zielmarktes zu antizipieren. Beispielsweise, benötigt das Design von industriellen Enzymen spezielle Technologien und Applikationen, die auch in der Pharmaforschung zur Anwendung kommen. Das war für mich ein unerwartetes Ergebnis, obwohl es absolut Sinn macht.

Die Balance

Es ist schwierig seinen Fokus von der zentralen Idee abzuwenden, da die Abschweifung den kompletten Verlust vom Fokus bedeuten kann. Daher brauchst Du die Balance zwischen den zwei gegensätzlichen Blickwinkeln: Fokus auf das Kerngeschäft und Erkunden des Potentials außerhalb des Fokus. Die beste Taktik das anzugehen, ist es, unterschiedliche Persönlichkeiten im Team zu haben, die das eine gut können und das andere nicht. Die Balance zwischen den Gegensätzen zu finden wird zu einem natürlichen Prozess. Der respektvolle Austausch zwischen den Talenten erzeugt Vertrauen, unglaubliche Ergebnisse und ganz neue Perspektiven, die man selbst sich nie erträumt hätte.

 

 

Figure-it-out-Skill: Teil 2

Im letzten Post habe ich das Figure-it-out-Skill vorgestellt. Dieses Skill ist von zentraler Bedeutung für jegliche Herausforderungen in einem Startup, weil für viele Probleme in einem Startup es gar keine Lösungen gibt. Man muss das „Was“, das „Warum“ und das „Wie“ selbst herausfinden.

Um das figure-it-out-Skill zu meistern, müssen wir einige Stolpersteine beachten. Diese können die Entwicklung blockieren. Ein weit verbreitetes Phänomen sind reflexartige Lösungen, die ich gerne als Pseudo-Lösungen bezeichne.

Menschen entwickeln zur Selbsterhaltung Denkabläufe, um die Aktivität des Gehirns zu minimieren. Mittels bereits aufgebauter Denkabläufe kann jeder von uns sicherlich mindestens eine Lösung für irgendein Problem vorschlagen. Jedoch sind diese Muster gefährlich, wenn wir uns durch unbekannten Terrain bewegen.

Die Lösung zu kennen, bedeutet nicht, dass es die richtige Lösung ist.  

Ziemlich offensichtlich. Etwas, das in der Vergangenheit funktioniert hat, kann auch in der Zukunft funktionieren. Da der Kontext sich ändert, sinkt auf die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg. Versteht Folgendes: wir entwickeln Innovationen und testen neu Ideen, weil wir damit den aktuellen (Wissens)Stand irgendwie ablehnen und den Status quo ändern wollen. Und wenn diese Änderung uns am Herzen liegt, so sollten wir uns vor Lösungen, die wir bereits kennen, hüten. Sie haben in der Vergangenheit funktioniert und sind aber wahrscheinlich für die Zukunft ungeeignet.

Über die Lösung zu reden, wird das Problem nicht lösen.

Ich vermute, dass wir grundsätzlich Worte mit der Realität im Gehirn vermischen und dann auf Ergebnisse von Wörtern warten. Bewegung entsteht nicht durch Worte, sondern durch Taten.

Reden ist nicht besser als Wunschdenken. Daher ist der beste Weg für einen Anfang, ist es mit dem Wunschdenken und dem Reden aufzuhören. Beginne das Studium eines Problems, das dich interessiert, mit vollstem Optimismus. Lass deine Taten nicht durch Worte oder große Ideen, über die wir so gerne sprechen, lähmen.

Bei der Durchsetzung der Lösung geht es nicht um die eigentliche Problemlösung.

Anstatt dem Problem auf den Grund zu gehen, wird oft eine Lösung durchgesetzt. Immer und immer wieder. Der aktuelle Kontext lehnt oft die Lösung ab, jedoch werden sie trotzdem in einer Top-Down-Mentalität durchgesetzt. Den Durchsetzern mangelt es wohl an Talent für Vorstellungskraft. Es wird kein Raum für neue Ideen geschaffen. Die Einzigartigkeit vom Kontext wird ausgeblendet.

Wenn eine Lösung durchgesetzt wird, dann geht es wohl mehr um Macht und nicht um die eigentliche Problemlösung. Stellt euch vor, wie langweilig so eine Welt wäre, wenn es für alles eine schnelle Lösung gäbe.

Die Lösung herausfinden.

Wenn du Pseudo-Lösung nicht akzeptierst, dann wirst du sehr wahrscheinlich Erfüllung im Lösen von Problemen finden. Und das wird deine persönliche und einzigartige Erfahrung sein.

Für mich korreliert das Skill des Herausfindens direkt mit der Tiefe des Verständnisses für ein Problem. Je mehr du das Problem mit all den Ursachen, derzeitigen und zukünftigen Auswirkungen verstehst, desto besser findest du eine Lösung und kannst diese testen. Das Problem zu verstehen, bedeutet nicht lediglich auf das Problem zu fokussieren. Es ist der ständige und kreative Wechsel zwischen dem Verstehen des Problems und dem Herausfinden nicht irgendeiner, sondern der richtigen Lösung.

 

Die Figure-it-out-Formel lautet daher 😉

Figure-It-Out-Skill ∝ Fähigkeit das Problem zu verstehen

 

 

Figure-it-out-Skill – Teil 1

Bist Du ein Freund von „Wie“ oder „How-to“ Ratschlägen? Wenn ja, dann wird Dir dieser Post nicht gefallen. Aber Du kannst hier lernen, warum wir diese How-To Ratschläge nicht ohne Weiters anwenden können. Also, weiter!

Die How-To-Ratschläge sind beliebt und werden gar von erfolgreichen Menschen dieser Welt propagiert. Der größte Fehler dieser gutgemeinten Ratschläge ist ihre implizite Annahme, dass die Kenntnis von dem „Wie“ auf eine fast schon magische Weise zu gewünschten Ergebnissen führt. Das tut es in der Regel nicht.

Als allererstes muss eine ganz andere Frage gestellt werden: „Werde ich?“. Und diese Frage darf nicht zu schnell beantwortet werden. Es geht nicht darum, dass ich mir die Frage stelle „Will ich?“, „Kann ich?“, oder „Muss ich?“. Die Frage ist „Werde ich?“. Doch bevor Du ja sagst, denk an all die Konsequenzen. Nun ja, zumindest an die wichtigsten.

Das Produkt der Frage „Werde ich?“ ist Commitment. Und es ist das persönliche Commitment, das wie Magie wirkt, und nicht die bestehende Lösung. Commitment kann daher nicht aus einer bestehenden Lösung entstehen. Es ist die kondensierte Form der Initiative ein Problem zu lösen. Und wenn Du die Frage „Werde ich?“ immer noch mit „ja“ beantworten willst, dann ist jetzt und erst jetzt der richtige Zeitpunkt für die kreative Suche nach dem „Wie?“ und den How-To-Tools zu beginnen.

Derjenige, der diesen Prozess kennt oder sich zurzeit in diesem Prozess befindet, wird wissen, dass es viele Tools und Lösungen gibt. Für viele Probleme von Startups existieren gar keine einfach übertragbaren Lösungen. Der Überfluss von Lösungen oder das Fehlen von Lösungen können nur mit einem Skill angegangen werden. Ich nenne es das figure-it-out-Skill. Zu Deutsch etwa „finde es heraus“.

Das figure-it-out-Skill muss jeden Tag perfektioniert werden. Es ist unsere persönliche Antwort auf Probleme und Schwierigkeiten. Dieses Skill lebt von Lernen und Anpassung. Es ist daher in ständiger Bewegung und Dynamik. Ansonsten gäbe es auch keine Lösungen als überhaupt solches. Das Skill verlangt den aktuellen Kontext in seiner Gesamtheit, der sich ja rasant ändert.

Mit dieser Kenntnis, tut mir bitte einen Gefallen und verlasst euch nicht auf die beworbenen Patentrezepte für Startups und grundsätzlichen Lebensratschläge. Tretet einfach einen Schritt zurück und beantwortet euch selbst die Frage „Werde ich?“. Werde ich die Herausforderungen, die Arbeit, die Schläge, das Scheitern, die Verantwortung für den Fortschritt aufnehmen? Werde ich das Glück in der Arbeit akzeptieren? Werde ich gar das Glück im Scheitern sehen wollen?

Du hast fünf Minuten! Finde es heraus!

Serghei

Die feine Balance zwischen Action und Wissen

Wirtschaftliche Basics: Das Übernagebot von Wissen macht Ausführung und Action wertvoller.

Die Menge an Informationen über Startups und wie man sie aufbaut, ist überwältigend. Zu viele Bücher, zu viele Ideen, zu viele Coaches und Speaker, zu viele Wege wie man es richtig macht. Wissen ist im Überfluss vorhanden und damit ist es minderwertig geworden. Wir haben damit eine Situation, in der die Ausführung überbewertet und folglich Wissen unterbewertet ist.

In letzter Zeit beobachte ich eine steigende Ablehnung von Wissen im Entrepreneurship. Obwohl ich ein Befürworter von Action bin, kam ich zum Schluss, dass wir den Einfluss von Wissen auf unsere Handlungen nicht unterschätzen dürfen. Wichtig ist nicht die Entscheidung für das eine oder andere, sondern die Verbindungen zwischen ihnen. Hier sind drei Beziehungen, die ich bislang zwischen Action und Wissen entdeckt habe:

1. Action generiert praktisches Wissen. Ein Praktiker ist damit jemand, der Handeln und Wissen erzeugt. Wir würden dumm sein, wenn wir dieses wertvolle Wissen ignorieren würden. Es beinhaltet bereits den Aspekt der Praxis.

2. Wissen ist immer ausführbar. Viele Menschen machen den Fehler und ziehen eine Trennung zwischen Wissen und Ausführung. Und das ist wohl das Problem, was den praktischen Unternehmern ein Dorn im Auge ist. Wenn du weißt, was zu tun ist, warum tust du es nicht? Was hält dich zurück? Das kann viele Gründe haben, was unser Handeln blockiert: Ängste, Informationsmangel oder -überfluss, eigene Denkmuster, falsche Strategie, falsche Leute, etc. Wenn Wissen nicht ausgeführt werden kann, fehlt etwas. Finde heraus, wo es (sprichwörtlich) klemmt.

3. Zu viel Wissen lähmt die Action. Das Overthinking und zu viel Information ist wohl der wichtigste Grund nicht zu handeln. In solchen Situationen kommt es automatisch zu einer unproduktiven Aktivität.  Hierbei sind alle Handlungen darauf ausgerichtet, weiteres Wissen zu generieren, was zu einem eindimensionalen Zyklus wird: Handlungen sammeln mehr Wissen, was mehr Handlungsbedarf für Details erfordert. Insbesondere, im frühen Stadium kann dieser Zyklus den Startups viele Ressourcen rauben und jeglicher Bereitschaft zur Action entgegenwirken. Die Welt in multidimensional, Startups müssen multidimensional werden. Du brauchst Action nicht nur im Team, sondern auch von der Vogelperspektive gesehen. Du sollst die Marktlandschaft verändern. Mach Schritte. Mach Schritte in die falsche Richtung, aber mach diese.

Nun, wenn Ideen ohne Action nur Träume sind, so ist auch Action ohne Ideen Wahnsinn. Und was ist der Punkt? Der kritische Punkt ist die Zeit. Das Startup macht eine Entwicklung durch Anpassung des Geschäftsmodells, durch Gespräche mit Kunden und Sammlung von Erfahrungen – das alles befindet sich auf einer Zeitachse. Und auf dieser Zeitachse gibt es für das richtige Wissen und die richtige Action immer eine richtige Zeit.

Persönlich habe ich erfahren, dass Wissen und Übermaß an Ratschlägen die ersten Schritte meiner Startup Reise gehemmt haben. Dabei waren es vor allem Ratschläge zu Management und zum operativen Geschäft. Die Ratschläge waren ja prima, jedoch zur falschen Zeit. Ich war überzeugt, dass ein Geschäftsplan zu Beginn nicht die richtige Taktik war. Also, bestand ich darauf das Geschäftsmodell immer und immer wieder zu überarbeiten und den Bedarf in Gesprächen mit Partnern zu schärfen. Damit haben wir schlussendlich ein solides Geschäftsmodell aufgebaut und wissen ganz genau, wohin wir gehen, welchen Markt wir ansprechen und welchen Markt wir neu schaffen. Die Sicht in die Zukunft wurde viel klarer und der Geschäftsplan schrieb sich wie von alleine. Es war immer noch viel Arbeit, Action und gleichzeitig Spaß. Alles zur richtigen Zeit.

Wissen hat die Kraft unsere Handlungen zu regulieren, aber es darf sie nicht bestimmen. Es gibt eine feine Balance zwischen Action und Wissen und es gibt dafür ein Skill. Das werde ich im nächsten Post mit euch teilen.