Figure-it-out-Skill – Teil 1

Bist Du ein Freund von „Wie“ oder „How-to“ Ratschlägen? Wenn ja, dann wird Dir dieser Post nicht gefallen. Aber Du kannst hier lernen, warum wir diese How-To Ratschläge nicht ohne Weiters anwenden können. Also, weiter!

Die How-To-Ratschläge sind beliebt und werden gar von erfolgreichen Menschen dieser Welt propagiert. Der größte Fehler dieser gutgemeinten Ratschläge ist ihre implizite Annahme, dass die Kenntnis von dem „Wie“ auf eine fast schon magische Weise zu gewünschten Ergebnissen führt. Das tut es in der Regel nicht.

Als allererstes muss eine ganz andere Frage gestellt werden: „Werde ich?“. Und diese Frage darf nicht zu schnell beantwortet werden. Es geht nicht darum, dass ich mir die Frage stelle „Will ich?“, „Kann ich?“, oder „Muss ich?“. Die Frage ist „Werde ich?“. Doch bevor Du ja sagst, denk an all die Konsequenzen. Nun ja, zumindest an die wichtigsten.

Das Produkt der Frage „Werde ich?“ ist Commitment. Und es ist das persönliche Commitment, das wie Magie wirkt, und nicht die bestehende Lösung. Commitment kann daher nicht aus einer bestehenden Lösung entstehen. Es ist die kondensierte Form der Initiative ein Problem zu lösen. Und wenn Du die Frage „Werde ich?“ immer noch mit „ja“ beantworten willst, dann ist jetzt und erst jetzt der richtige Zeitpunkt für die kreative Suche nach dem „Wie?“ und den How-To-Tools zu beginnen.

Derjenige, der diesen Prozess kennt oder sich zurzeit in diesem Prozess befindet, wird wissen, dass es viele Tools und Lösungen gibt. Für viele Probleme von Startups existieren gar keine einfach übertragbaren Lösungen. Der Überfluss von Lösungen oder das Fehlen von Lösungen können nur mit einem Skill angegangen werden. Ich nenne es das figure-it-out-Skill. Zu Deutsch etwa „finde es heraus“.

Das figure-it-out-Skill muss jeden Tag perfektioniert werden. Es ist unsere persönliche Antwort auf Probleme und Schwierigkeiten. Dieses Skill lebt von Lernen und Anpassung. Es ist daher in ständiger Bewegung und Dynamik. Ansonsten gäbe es auch keine Lösungen als überhaupt solches. Das Skill verlangt den aktuellen Kontext in seiner Gesamtheit, der sich ja rasant ändert.

Mit dieser Kenntnis, tut mir bitte einen Gefallen und verlasst euch nicht auf die beworbenen Patentrezepte für Startups und grundsätzlichen Lebensratschläge. Tretet einfach einen Schritt zurück und beantwortet euch selbst die Frage „Werde ich?“. Werde ich die Herausforderungen, die Arbeit, die Schläge, das Scheitern, die Verantwortung für den Fortschritt aufnehmen? Werde ich das Glück in der Arbeit akzeptieren? Werde ich gar das Glück im Scheitern sehen wollen?

Du hast fünf Minuten! Finde es heraus!

Serghei

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