Startup Architekten, Denkt an diese zwei Prinzipien für Eure Startups!

Praktische Ratschläge sind wertvoll. Praktische Einsichten sind von unschätzbarem Wert. Ratschläge zeigen die Richtung, Einsichten decken Prinzipien auf. In diesem Post teile ich mit euch, was ich über Ratschläge und Prinzipien über das Starten von Startups gelernt habe.

Ein Startup aufzuziehen macht eine Menge Spaß und Arbeit. Und Du solltest, wenn es sich anbietet, immer nach Ratschlägen fragen. Der Vorteil von Ratschlägen ist, dass sie Richtungen aufzeigen: in welchem Marktsegment ich nach einem product-market-fit suchen sollte, mit wem ich über Fundraising sprechen sollte, wem ich das Produkt vorstellen könnte, etc. Die Welt sieht so aus, dass erfahrene Professionals und Entrepreneure sehr gerne ihre wertvolle Erfahrung teilen und gerne Ratschläge geben.

Nun, was passiert, wenn Du eine Menge Ratschläge hast? Du wirst automatisch in viele Richtungen gehen wollen. Und das führt zu zwei Problemen: Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen, und die Execution fällt schwer. Das Ergebnis von zu vielen Richtungen nennen Leute daher Glück. Da ich mich nicht auf Glück verlasse, und ich Arbeit liebe, dachte ich über die mir bekannten Ratschläge und das mir verfügbare Wissen nach, wie man ein Startup grundsätzlich aufbaut. Ich entdeckte ähnliche Muster von erfolgreichen Startups in punkto Leadership, Team, Investment und Strategie, aber auch Widersprüche. Daher suchte ich einen Weg die unterschiedlichen Aspekte in einem Konzept zu verbinden. Daraus sind zwei Prinzipien entstanden. Und im Grunde genommen, beginnt es mit Dir.

Die zwei Prinzipien sind voneinander fundamental verschieden, und ich werde versuchen die in ihrer möglichst reinen Form zu beschreiben. Beide Ansätze machen eine Menge Spaß und der eine Ansatz ist nicht besser als der andere. Beide bieten sich an, um Wert zu schaffen und Lösungen für unsere Probleme zu entwickeln. Sie sind einfach unterschiedlich in ihrer Natur. Es ist vielleicht sogar notwendig beide Prinzipien zu berücksichtigen, um die eigene Motivation zu erforschen, warum ich ein Startup baue oder warum ich bei einem Startup einsteige. Der wichtigste Grund hinter dieser Übung ist, dass die beiden Prinzipien die Architektur des Startups bestimmen.

Den einen Ansatz nenne ich Startup Assembling (etwa „Startup zusammenbauen“). Dabei sind der Zweck und das Bild der Zukunft klar vorhanden. Das Problem, das Du lösen willst, ist identifiziert, und die Chance der Lösung von diesem Problem lässt sich quantifizieren. Die wichtigste Charakteristik hierbei ist damit Klarheit. Das Gute an diesem Ansatz ist, dass aufgrund der Klarheit der Wertschöpfung der Weg vom Startup zum Unternehmen sich „reverse engineeren“ lässt. Die einzelnen Bestandteile des Big Picture lassen sich identifizieren, und daher kann sich Startup-Prozess wie von einem Ingenieur zusammengebaut werden. Die Schlüsselressourcen hierbei sind Skills und Erfahrung.

Den anderen Ansatz nenne ich Startup Envisioning (etwa „Startup vorstellen“). In diesem Fall ist die Vision vom Startup schwammig, ABER die Richtung ist klar. Die Richtung wird von (persönlichen) Werten, von Prinzipien, gar von der Notwendigkeit im Markt geleitet. Dabei entstehen sehr viele Experimente. Die Folgen der Experimente können jedoch nicht vorhergesagt und die Ergebnisse nicht „engineered“ werden. Und es sind diese Ergebnisse und Lerneffekte, die die Evolution des Startups überhaupt ermöglichen, nicht das bestehende Wissen. Es ist wahrscheinlich die Reise des Entrepreneurs mit der höchsten Unsicherheit. Die Schlüsselressource hier ist Passion. Und Passion kann nicht im Sinne des Reverse Engineering entstehen; zumindest ist es meine persönliche Überzeugung.

Mir ist klar, dass es High-Level-Prinzipien sind und dies ist mein Versuch die Perspektiven in Worte zu fassen. Nehmt es eher als eine Übung an, um euch selbst nach dem Warum zu fragen und um das Wie anzupacken.

Zum Schluss noch eine Übersicht der Features beider Prinzipien, Startup Assembling und Startup Envisioning, die ich soweit zugeordnet habe.

Startup Assembling

Startup Envisioning

Klares Bild der zukünftigen Wertschöpfung Schwammig, aber die Richtung deutlich
Reverse Engineering Passion-driven
Quantifizierbare Chance Chancen entstehen durchs Experimentieren
Komponente werden zusammengebaut Komponenten entstehen Schritt für Schritt
Anfängliches Vertrauen/“Es macht Sinn.“  Anfängliches Misstrauen

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